Pötit Garten | im Mai

Der Mai ist mein liebster Gartenmonat. Das Grün ist noch zart, die Blüten sind schon da, jede Sonnenstunde ist noch kostbar. Höchste Zeit für ein Garten-Update.

Eisheilige zu Besuch

Mamertus – 11. Mai
Pankratius – 12. Mai
Servatius – 13. Mai
Bonifatius – 14. Mai
Sophie – 15. Mai

Glaubt man dem Volksmund und meiner Oma, kann man erst nach den Eisheiligen sicher sein, dass es nicht zu Kälteschäden an jungen Pflanzen kommen. Moderne Gärtner sagen, dass diese uralte Weisheit eigentlich gar nicht mehr zu belegen ist. Ich glaub trotzdem meiner Oma und riskiere nichts. Ab übermorgen kann bei mir also endlich alles an seinen Sommerstandort ziehen.

So nehmen zum Beispiel meine überwinterten Begonien bald den Platz ein, den der Flamingo netter Weise noch frei hält. Und auch Basilikum und Petersilie, die geduldig in der Küche warten, dürfen dann Minze und Lavendel Gesellschaft leisten. Auch die vorgezogenen Tomaten und Paprika können dann ins Freie. Sollte doch noch eine kalte Nacht drohen, hilft ein Vlies.

Kräuter

Für mehrjährige mediterane Kräuter wie Salbei, Thymian oder Lavendel ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine neue Frisur. Um auf Dauer kompakte und vitale Pflanzen zu erhalten, sollte man kräfig zurückschneiden. Unterhalb der Schnittstellen müssen aber unbedingt noch vitale Knospen vorhanden sein.
Dill, Majoran und Bohnenkraut können jetzt angesät werden.

Kletterpflanzen

Damit Kletterpflanzen bald so richtig loslegen können, sollten rechtzeitig Rankhilfen aufgestellt werden. Meine Clematis begnügt sich mit Fäden, die an Nägeln gespannt sind.
Ein bisschen spät war ich dran, als ich letzte Woche noch schnell ein paar Kaiserwinden Samen in die Erde gedrückt habe. Die Clematis allein rankt nämlich nicht allzu hoch. Die Kaiserwinde hingegen hatte vorletztes Jahr täglich mehrere Zentimeter gutgemacht und den ganzen Balkon eingerahmt. Mal sehen was daraus wird.
So lange bleibt die Fuchsie, der es jetzt schon gut gefällt, der einzige Farbtupfer an dieser Wand.

Des Wahnsinns fette Beute

Welcher Salat schmeckt am besten? Der eigene! Stolz wie Bolle und mit doppeltdreifachem Genuss esse ich inzwischen alle paar Tage selbst gepflückten Salat und urban gegärtnerte Radieschen. Die Mühe hat sich jetzt schon mehr als gelohnt und noch ist kein Ende in Sicht.

Im Mai kann immer noch fleißig gesät werden: Sommersalat, Möhre, Chicorée, Radieschen, Rote Bete, Stangen- und Buschbohne. Erbsen noch bis Mitte des Monats.

Gartentrend

Zuletzt noch ein kleiner Hinweis aus der Kategorie Gartentrends: Elegant, geheimnisvoll und deshalb gerade sehr beliebt sind dunkle Pflanzen. Mit ganz dunkelvioletten Blüten sehen sie beinahe schwarz aus.
Mein persönlicher Favorit ist dabei der dreieckige Klee, den ihr auch auf meinem Blumen-Board bei Pinterest sehen könnt.

 

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5 Kommentare

  1. was für ein schöner einblick in dein reich 🙂 den „terrassensalat“ hab ich jetzt auch schon mehrmals genossen, ein traum 🙂 ich muss gestehen ich konnte es nicht mehr bis zum ende der eisheiligen abwarten und so ist schon alles im sommerquartier angekommen 😉 viele liebe grüße julia

    • Da wir vom Frost weit entfernt sind, vermutlich auch gar kein Problem. Aber weil das für meine Pflanzen nicht nur ein Temperatur-Abfall, sondern auch der Umzug von viel zu wenig Sonne bedeutet, wollte ich ihnen noch ein bisschen Krafttanken auf der Südseite gönnen und warte noch… Liebe Grüße

  2. Anni, du bist auch aus Karlsruhe 🙂 Der Ausblick vom Balkon kommt mir irgendwie bekannt vor… vielleicht sogar ganz in der Nähe? Wo ist das? 🙂 Liebe Grüße aus der Weststadt, Julia

  3. Ach wie schön! Seit 2 Jahren wird unser Balkon (wegen unserer kleinen Katze) leider total vernachlässigt…meine Flamingos wohnen dafür bei mir im Wohnzimmer 🙂

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