Pötit Garten | im August

Schlaraffenland

Während im Juli jede Tomate noch kostbar war, brechen nun die Zeiten des Überflusses an. Die Ernte in meinem Balkon-Gärtchen ist locker zu vertilgen – sind wir doch eine WG, in der oft Gäste verweilen. Aber es kommt ja nicht von ungefähr, dass ich das Gärtnern liebe. Meine Mama und auch meine Oma pflegen Gärten, die unglaublich groß sind. Die Vielfalt lässt in deren Gärten keinen Wunsch offen. Alles, was hier wachsen kann, wird angepflanzt. Ehrensache.
Nun sollte man meinen, dass jahrzehntelange Gärntnerei nicht nur bedeutet, dass weniger schief geht, sondern auch,  dass es weniger Überraschungen gibt. Doch weit gefehlt: Jedes Jahr aufs Neue sind die beiden über ihre Erträge überrascht. Sicherheitshalber zieht man eben doch 4,5 oder 10 Tomatenpflanzen mehr. Und kurze Zeit später hört man ein  „Ach, haben die dieses Jahr wieder viele Blüten bekommen…“.  So kommt es dann, dass die beiden sich täglich fragen wohin mit all den reifen Tomaten, Zucchinis und Gurken? Na zu mir! Merci 🙂

Auch wenn meine Oma Nüsse nur im Kuchen vermutet und Couscous noch nie probiert hat – wenn ich ihr begeistert erzähle, wie lecker ihr Gemüse geschmeckt hat und dass schon wieder alles aufgegessen ist, so schüttelt sie nur kurz unverständig den Kopf, freut sich dann aber doch sehr, dass das Kind Gemüse isst und ihre Ernte gut aufgehoben ist.

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare

  1. traumhaft — omaernte hätt ich auch gern; meine pflegt einen blumendschungel, der allerdings auch ziemlich cool ist, nur leider nicht essbar …

  2. Das Gemüse aus dem Garten ist und das bleibt das Beste. Lustigerweise (so total lustig auch wieder nicht) sind in meiner Familie die Herren die Gärtner, Papa und Opa. Wirft auf immer etwas in meinen Kühlschrank ab.
    ♥ Sarah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.