Ein Roadtrip auf dem Wasser: Mit dem Hausboot auf der Mecklenburgischen Seenplatte*

(Werbung) Einen Gang runter schalten lässt sich ganz wunderbar auf dem Hausboot. In gemütlichem Tempo tuckert es vor sich hin. Währenddessen zieht die Landschaft langsam vorbei. Ganz langsam sogar.

Genug Zeit um alles in Ruhe zu betrachten und doch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Davon hat die Mecklenburgische Seenplatte auch jede Menge zu bieten. Wer die Natur liebt, ist hier goldrichtig. Kilometerweite Strecken sind gesäumt von Bäumen; Vögel, Enten und mit etwas Glück auch Rehe oder Biber kreuzen den Weg. Und ab und zu begegnet man auch einem anderen Boot. Die Orte, an denen wir unser Hausboot anlegen um ein wenig die Gegend abseits des Wassers zu erkunden, sind beschaulich und hübsch. Aber auch dort nicht viel Aufregendes. Das braucht es auch nicht, denn dazu ist dieser Urlaub nicht gedacht.

Mit 6 anderen Bloggern aus Karlsruhe und Umgebung und auch einem herzallerliebsten Bordhund war ich auf Einladung von LeBoat  für einen Kurztrip an der Mecklenburgischen Seenplatte, wo wir gleich am ersten Tag der neuen Saison ein Hausboot bezogen haben. Eine lustige Sache ist das, kann ich euch sagen, wenn so ein Haufen Blogger miteinander unterwegs ist. Da fragt keiner nach, wenn das Essen fotografiert wird, man aufgefordert wird „nimm bitte mal kurz die Flasche da weg, die steht im Bild rum“ oder man fotografiert wird, während man andere fotografiert, die gerade sich selbst fotografieren… Ständig auf der Jagd nach den schönsten Motiven. Aber so ist das halt, das gehört dazu. „Oh, ein Sonnenstrahl, schnell ein Foto!“

April, April!

Anfang April hat das Wetter seinem Namen alle Ehre gemacht und wie es sich eben für ein ordentliches Aprilwetter gehört richtig verrückt gespielt. Stürmisch und kalt war es, als wir ankamen, sodass man uns am ersten Tag gar nicht aus dem Hafen lassen durfte. Schade eigentlich, aber so haben wir es uns eben im Hafen gemütlich gemacht und sind am nächsten Morgen umso motivierter losgeschippert. Kapitän Markus und sein Co Stefan haben tapfer Wind und Wetter getrotzt und so kamen wir zum ersten Mal in den Genuss des schwimmenden Zuhauses.

Fahren kann ein Hausboot übrigens nicht nur wer einen Bootsschein hat. Auch ich habe für ein paar Kilometerchen das Steuer des 15 Meter langen Schiffs übernommen. Die Schleusen meistern, anlegen, Gegenverkehr ausweichen, kochen und natürlich auch einfach die Aussicht genießen – zu tun hat man bei so einer Tour eigentlich immer und Langeweile kommt nicht auf. Und wie man so vor sich hin schippert, merkt man gar nicht wie schnell die Zeit vergeht und wie entspannt man schon ist. Wunderbar.

Liebes Hausboot, ich hatte Vorurteile. Lass uns damit aufräumen

So schön entspannt hat man auch viel Muße sich zu freuen, dass so ein Hausboot als Unterkunft im Kurzurlaub viel attraktiver ist und viel weniger Kompromisse fordert als ich vorab dachte. Jaja, ich hatte so meine Vorurteile. Nicht falsch verstehen. Ich hab nichts gegen Camping einzuwenden und heule nicht, wenn mein Urlaubsdomizil hässliche Gardinen hat. Aber ich hatte einfach ein Bild, das vielleicht zu sehr von den Tauchbooten in Thailand geprägt war… Ähm ja und das war falsch.

Je zu zweit ein Zimmer mit eigener Dusche und WC klingt doch schon richtig nach Luxus, wenn man eher mit Camping-Style gerechnet hatte. Klar ist es etwas enger, dafür kann es aber auch mitten auf dem See ankern. Die Schiffe, die bei LeBoat in einer eigenen Werft vom Stapel gehen, sind außerdem hell eingerichtet und die Ausstattung der Küche ist richtig gut. Unser Aufenthaltsraum hatte sogar rundum Fenster, sodass es nicht nur total hell war, sondern man auch von drinnen die volle Aussicht hatte. Wer mit dem Wetter etwas mehr Glück hat, profitiert vom riesigen Sonnendeck, dem integrierten Grill und den zweiten Kühlschrank oben an Deck. Abgesehen davon, dass ich (allerdings war ich mit diesem Problem allein) selten Empfang hatte, war es auch nie ein Problem ein Handy zu laden oder überhaupt Strom zu haben. Also auch in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkungen. Das einzige, auf das man verzichten muss, ist Geschwindigkeit. Und das tut richtig gut.

 

10 Dinge, die ich gelernt habe

  1. Hausboote sehen nicht zwangsläufig aus wie kleine Häuschen. Ein Hausboot ist einfach ein Motorboot, das zum Wohnen geeignet ist.
  2. Auch ich kann so ein Hausboot fahren. Mit 15 Meter Länge ist es nun das größte Gefährt, das ich bisher gesteuert hab.
  3. Die Mecklenburgische Seenplatte ist riesig und wunderschön für Naturliebhaber. Mit ein bisschen Glück kann man Biber und Co antreffen. Und noch viel schöner ist sie bestimmt mit Blättern an den Bäumen und sommerlichen Temperaturen…
  4. Wähle die Saison weise. Im April kann dir der Schneehagel um die Ohren pfeifen, aber im Hochsommer kann es sich an den Schleusen stauen und es ist überall viel mehr Betrieb. Mai oder September könnten schlau sein.
  5. Ein Bordhund sorgt für Entertainment und er fühlt sich an Bord auch pudelwohl.
  6. Nach der Tour spürt man manchmal mehr Wellen als an Bord jemals da waren.
  7. Man nimmt immer zu viel Proviant mit.
  8. Zwei Tage gehen vorbei wie im Flug, sind aber auch schon richtig entspannend – auch ein Kurztrip lohnt sich.
  9. Ein Urlaub auf der Vision 4  hat wenig gemeinsam mit Camping Urlaub. Da muss man auf nix verzichten.
  10. Nix geht über eine tolle Crew. Wenn die richtigen Leute dabei sind, ist gute Laune garantiert. Danke an euch, ihr Lieben!

Die Crew

Wenn der Ausflug auch nur ein Kurztrip war, haben wir doch sehr viel gesehen. Wer sich für Details und echtes Wissen zur Bootsfahrerei interessiert, der schaut bei Markus und seinem Blog Get on Board vorbei. Wen die Ansichten einer Reiseexpertin interessieren, findet bei Tanja von Reiseaufnahmen jede Menge Infos und die tollen Bilder von Stefan. Juliane von Schöner Tag noch hat nebenbei immer auch ein Auge auf die kulinarischen Vorzüge der Region und Kathrin hat auf Raumgestalterin bald einiges für alle Hundebesitzer zu erzählen. Gemeinsam mit der lieben Constanze von Das wunderbare Leben habe ich an Bord gebastelt und dekoriert. Was dabei entstanden ist, zeige ich euch in den nächsten Tagen. Auch bei ihr müsst ihr unbedingt einmal vorbeischauen.

So und jetzt ist noch ein ganz großes DANKE fällig: Vielen Dank an LeBoat für die Einladung auf das beste aller Hausboote, die vielen Tipps und den freundlichen Empfang – das war ganz sicher nicht meine letzte Hausboot-Fahrt! Herzlichen Dank auch an Markus, unseren Kapitän, der das Ganze überhaupt erst ins Rollen gebracht hat.Meine komplette Bilderflut gibts übrigens drüben bei Facebook gesammelt als Album. Dort gibt es gerade auch ein wunderschönes Postkartenset von Liekeland zu gewinnen. Vorbeischauen lohnt also gleich doppelt!

*) Unterstützt durch LeBoat Deutschland – danke für diese freundliche Kooperation

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8 Kommentare

  1. Ach, das nenn ich mal einen schönen Start in den Tag, beim Frühstück mit deinen Bildern nochmal unseren Huasboottrip Revue passieren lassen – und so schön hast du's geschrieben!

  2. Hallo Anni,

    wie schön. Die Crew war echt phänomenal und obwohl die Saison wenig weiße gewählt war, hatten wir unglaublich viel Spaß. Tolle 10 Tipps, die mochte ich besonders. Ebenso wie deine Bildsprache 🙂

    Ich will jetzt wieder auf ein Hausboot!

    Alles Liebe
    Tanja

  3. Super Tipps! Da bekommt man sofort Lust auf Hausbooturlaub 🙂 Das steht auch schon sehr lange auf der "das machen wir auch mal" Liste, ich hoffe, wir bekommen das demnächst mal organisiert! 🙂

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart!
    Carla

  4. Ohhh wie schön,
    ich als Brandenburgerin, sollte unbedingt mal so eine Tour machen 😉
    und zur Seenplatte wollte ich auch mal Urlaub machen.
    Dein Post hat richtig Laune darauf gemacht.
    Liebe Grüße
    Christin

  5. Wo! Das klingt ja wirklich toll!
    Hausboote fand ich schon immer spannend, allerdings denkt man wohl zunächst mal an Amsterdam oder Paris wo sich die meisten Boote wohl auch nicht mehr von Ort und Stelle rühren. Wieso also nicht mal Entschleunigung auf der Mecklenburgischen Seenplatte?

    Eine schöne Restliche Sonnen-Woche,
    Vera

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