Slow Places of Lissabon – eine Stadt ohne Eile entdecken und genießen

slow lissabon

Mädelstrip. Zu viert nach Lissabon für eine knappe Woche. So weit, so wunderschön. Städtetrips können unglaublich inspirierend sein. Aufregend, beeindruckend, bunt, laut… aber eines sind sie fast immer: anstrengend. Denn eine Stadt zu erkunden bedeutet meistens auch viel laufen, viele Entscheidungen treffen, sich an einem fremden Ort orientieren, das Maximum aus wenig Zeit schlagen, vielleicht auch die Sprache wechseln und tausend neue Eindrücke aufnehmen. Puh.


Das etwas Ungewöhnliche und für uns ganz Neue an der Sache: eine von vier ist schwanger. Das macht die Sache nicht weniger schön, aber eben anders. Richtige Bedenken hat uns das aber eigentlich nie gemacht. Wieso auch? Wir halten ohnehin nicht viel vom klassischen Sight-Seeing…

Wie plant man den Slow Citytrip?

Macht man sich zuerst einmal davon frei, unbedingt alles gesehen haben zu müssen, ist man schon mal um eine bedeutende Last leichter. Bleibt eben noch etwas zu sehen übrig fürs nächste Mal. Man braucht ja schließlich immer auch Gründe wieder zu kommen.

Kirchen, Theater, geschichtlich wichtige Orte… all die Tipps, die im klassischen Reiseführer stehen – für die renn ich mich nicht mehr platt. Am Ende sind das auch genau die Plätze, an denen die Preise überteuert und die Straßen am vollsten sind. Und dann steht man da, schaut kurz, knipst sein Foto und weiter. Klingt irgendwie nicht sehr tiefgehend, oder? Eben. Hübsche Cafés mit Pastéis de Nata, tolle Aussichtspunkte, kreative Ecken und Orte mit Flair, an denen man einfach das echte Stadtbild genießen kann. Die interessieren uns! Und die findet man am besten so:

Vorfreude, Einlesen, Planen

Im Vorfeld einer Reise verschlinge ich alles, was ich dazu finden kann. Ich liebe diese Vorfreude beim Lesen von Empfehlungen und Reiseberichten auf all den tollen Reiseblogs da draußen. Die dort entdeckten Tipps speichere ich mir in einer digitalen Karte auf dem Handy. Entweder in Citymaps2Go, in Tripadvisor oder bei Tripwolf. Je nach Laune und Mitreisenden.

Augen auf und treiben lassen

Und vor Ort braucht man eigentlich nur einen ganz groben Tagesplan und offene Antennen. Denn das Schönste entdeckt man eben doch meist durch Zufall und einen guten Riecher. Immer der Nase nach, dorthin, wo es hübsch aussieht. Und wenn der Hunger ruft und eben nichts in Sichtweite ist, dann gibt es ja noch immer die Tipps aus der App.

5 Slow Places in Lissabon

Und weil das perfekt geklappt hat, kommen hier nun meine 5 liebsten Slow Places in Lissabon. Abschalten, genießen und die entspannte Seite der Stadt entdecken.

  1. Miradores. Aussichtspunkte hat diese Stadt ohne Ende. Jeder einzelne zeigt eine andere Perspektive auf die schöne Stadt. Mit etwas Glück sogar mit der Möglichkeit ein Café zu besuchen und die Aussicht wirklich in aller Ruhe zu genießen. Abends gern auch in Restaurants wie im Chapitô à Mesa.
  2. Eis bei Giallo. Nicht irgendein Eis, sondern das Beste. Da kann man einfach die Sonne genießen und verweilen. Oder Kuchen essen. Oder die süßen Illus an der Wand bestaunen.
  3. Frühstück bei Nicolau. Absolut zufällig und zum perfekten Zeitpunkt (wer zu spät kommt steht nämlich Schlange) haben wir dieses unfassbar hübsche Café mit dem besten Frühstück der Stadt entdeckt. Hausgemachtes Granola, Pancakes, Brot mit Avocado,… eben alles was das Herz begehrt. frühstücks-tipp lissabon: nicolau
  4. LX Factory. Ein kleines bisschen außerhalb, aber ist man erst mal da (Taxis sind echt erschwinglich), kann man ganz ohne die Hektik der Stadt ein eigenes kleines Kreativ-Quartier entdecken. Auf einem alten Fabrikgelände reiht sich Design-Shop an Café und lädt zum Bummeln und Limo-Trinken ein.
  5. Christo Rei. Am Gegenüberliegenden Ufer steht eine riesige Statue, die an Rio erinnert. Von dort aus hat man grandiose Sicht auf die Brücke, die an San Francisco erinnert 😀 Einfach mit der Fähre ans andere Ufer, mit dem Bus nach oben und genießen. Und noch schöner wird’s, wenn man auch den Sonnenuntergang am Wasser anschaut.

Mini-Roadtrip: Ein Tag am Meer

Wer ein kleines bisschen mehr Zeit mitbringt, nimmt sich ein Auto und fährt der Küste entlang bis zum Cabo da Roca. Auf dem kurzen Weg liegen Badestrände, viel schöne Aussicht und sofort macht sich das typische Urlaubsfeeling breit. Einmal die Füße im Sand, die Meeresbrise um die Nase und schon ist die Erholung da. Am Kap, dem westlichsten Punkt Europas, lockt eine fabelhafte Aussicht.

cabo da rocacabo da roca

Und wenn es dann nach 4 fabelhaften Tagen wieder nach Hause geht, hat man die Taschen voller Erinnerungen und ein bisschen Fernweh schleicht sich gleich schon wieder ein…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.