Hochzeitsplanung: Wie finde ich meinen Stil?

Puh, das ist gar nicht so einfach! Der Druck, den man sich macht, ist groß: Wie sind wir denn eigentlich? Und was zum Geier könnte man machen, das es nicht schon hundert mal gab? Leichter gesagt als getan also, diesen blöden eigenen Stil für die Hochzeit zu finden. Und ich habe auch nicht die General-Lösung parat. Aber ich hatte ein paar “Aha!”-Momente in unserer bisherigen Planung, die ich für alle, die sich gerne mal verrückt machen (wie ich…), aufgeschrieben habe. Los geht’s – Stilfindung leichtgemacht.

 

  1. Finde eine Location

Probiere aus, was sich gut anfühlt. Wir sind zum Beispiel zu einigen Locations gefahren, haben sie uns vor Ort angeschaut und haben mit den Leuten gesprochen, die sie betreiben. Eine Location passt nicht? Auch gut! Das ist keine verlorene Zeit, sondern Teil des Prozesses. Nebenbei hatten wir echt schöne Zeit zu zweit dadurch, denn oft hat sich das mit einem Ausflug oder Abendessen verbinden lassen.

“Wenn überlegen nicht hilft, hilf machen”

Tatsächlich ist es so: Mit der Location wird ja schon der grundlegende Stil deiner Hochzeit festgelegt. Dachterasse im industrial Stil, schickes Weingut, edles Schloss oder doch der nette Bauernhof? Bei uns hat sich aus den verschiedensten Varianten der Bauernhof total richtig angefühlt. Ganz bestimmt wären auch alle anderen Locations, die wir gesehen hatten, super gewesen und darüber hätte ich ewig nachdenken können. Aber vor Ort hat hier einfach das Bauchgefühl für uns gestimmt. Und so wurde mit dieser Entscheidung der Korridor der Stil-Möglichkeiten schon um einiges kleiner. Hallelujah!

  1. Aussortieren und Eindampfen

Als nächstes habe ich irgendwann endlich angefangen die Zeitschriften, Blogs, Pinterest und Co beiseite zu lassen. Die sind tolle Inspiration, um am Anfang ins Thema rein zu kommen oder (auch später noch) falls man ganz gezielt eine Lösung für ein konkretes Thema braucht. Aber es hilft ganz und gar nicht immer noch mehr Ideen zu sammeln. Irgendwann sind die Ideen, die man schon hat, einfach total ausreichend.

Klingt nicht Superlativ-Perfektionistisch genug? Nunja, es ist doch so: Kein Mensch braucht 30 verschiedene Tischdekos zur Auswahl, denn man hat am Schluss nur eine. Belaste dich nicht mit den unzähligen Optionen, die es gibt. Sie helfen dir nicht, sondern verunsichern dich nur.

Ein Moodboard als Masterplan

Ich habe mir deshalb aus all meinen Pinterest-Sammlungen und Ideen letztlich einige Favoriten ausgedruckt und ein “Best of” gemacht, das die ganze Stimmung des Tages und die schönsten Details als Moodboards zeigt. Das habe ich jeweils zu verschiedenen Themen (also Zeremonie, Sektempfang, Kinder-Ideen etc) gruppiert. Ich habe aussortiert so gut ich konnte und dann nur noch diese kleine Sammlung angeschaut, um mich an mein (pardon unser!) Wunsch-Konzert zu erinnern, ohne immer wieder die Richtung zu verlieren. Schlagworte: Rustikal – Minimal – Natural.

 

  1. Trends sind egal!

Jawohl. Mir ist es total egal, ob Kupfer, Messing oder Holz der Hochzeitstrend 2018 ist, welche Farbe die Hochzeitsfarbe des Jahres sein soll oder welche Blumen von den Floristen zur Hochzeitsblume 2018 gekrönt wurde. Sollte ich selbst nicht wissen, welche Blume ich schön finde, dann darf ein Trend mir gerne helfen, eine Wahl zu treffen. Aber sonst darf er gerne bleiben, wo er ist.

Gut, dass Alpakas nun plötzlich Trend sind, untermauert mein Statement nicht gerade. Aber die fand ich tatsächlich schon gut bevor es im Drogeriemarkt Duschgel mit Alpakas drauf gab. Immerhin waren wir gemeinsam in Peru und ich wollte schon immer Tier-Entertainment beim Sektempfang haben.

  1. Überraschung: Du hast schon einen Stil

Du musst ihn also erst gar nicht finden. Genau wie beim Make-Up oder all den anderen Themen finde ich, dass die Deko der Hochzeit an das erinnern soll, was man vom Brautpaar kennt. Ich wurde auch an meiner Hochzeit nicht plötzlich zur coolen Lederjacken-Trägerin, weil die Bilder so verdammt lässig sind, und auch nicht zur Glitzer-Barbie, die im Schloss heiratet. Und so ist es auch mit der Deko. Einfach so wie sonst auch, nur vielleicht ein bisschen festlicher und passend zur Umgebung. Das ist doch überraschend einfach!

  1. Du musst das Heiraten nicht neu erfinden

Und zu guter Letzt: Ich glaube, es gab auf unserer Hochzeit nichts, das es nicht schon mal irgendwo so ähnlich gab. Aber ganz sicher gab es die Kombination genau so noch nicht und ist alles irgendwie “unsere Version” davon. Und das reicht doch schon total aus!

 

Die Fotos, die ihr in meinen Bildern seht, sind von Aline Lange. Vielen Dank, dass ich sie euch hier zeigen darf. 

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