Schlagwort: Garten

Unser zweites Wohnzimmer: der Balkon

Im Sommer gibt es doch nix besseres als Feierabend im Freien. Plötzlich findet das ganze Leben draußen statt: essen auf dem Balkon, lesen im Liegestuhl und ein kühles Getränk zum Sonnenuntergang. Das Beste ist, dass auch keiner Laptop oder TV mit nach draußen nimmt, also hat man plötzlich auch viel mehr Zeit für Schönes, Unproduktives und trotzdem keine Blaupause im Kopf, denn man trifft sich mit Freunden, hat gute Gespräche und genießt die Zeit. Deshalb ist im Sommer der Balkon für ein paar Wochen unser Wohnzimmer und das wollte ich euch kurz zeigen.

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So mache ich meinen Balkon fit für den Winter

November! Höchste Zeit die Topfpflanzen auf dem Balkon für den Winter einzupacken! All die Stauden, die man im Sommer liebevoll gepflegt hat, sollen es ja auch im Winter warm genug haben, damit sie nächstes Jahr wieder aus dem Winterschlaf aufwachen.

Bisher hat das bei mir immer überraschend gut geklappt und zu verlieren gibt es eh nichts, also nix wie raus, Pflanzen einwickeln!
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Wie meine Balkonpflanzen und ich die Hitze überstehen. 3 Tipps

Nachdem ich euch mein neues Lieblings Garten-Buch vorgestellt habe, finde ich, es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Balkon-Rundgang.

Jeden Abend sobald ich nach Hause komme, führt mein erster Gang raus auf den Balkon. Dann schnapp ich mir die Gießkanne, zupfe verblühte Blüten ab und freu mich, dass sich all die Mühe lohnt: Der Sonnenhut blüht und fühlt sich wohl und eine weiße Dahlie bringt mich jeden Tag wieder zum Staunen. An die 20 Blüten hat sie nach und nach gebildet – die ersten davon waren mehr als 20 cm groß. Genial, oder?

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Terrasse bepflanzen? Genau so geht’s! Ein Buch der Könner.

veranda junkies buch

Ich glaube, ich bin auch ein kleiner Veranda Junkie. Wenn ich die Interviews mit all diesen spannenden Menschen lese, fühle ich mich verstanden.

„Ja, genau so geht es mir auch“, denke ich, wenn Karel erzählt, dass das Gießen am Abend beinahe ein Ritual für ihn ist. Oder dass Madeleine zwar das urbane Leben genießt, aber trotzdem vom Landleben träumt und die Lücke mit einer wunderschönen Loggia schließt.
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Gefunden! Das hat im Wohnzimmer noch gefehlt: Brakig & LIMI Living*

(Werbung) Eine Wohnung einrichten ist ein bisschen wie ein Puzzle-Spiel. Ständig ist man auf der Suche nach dem Teil, das zu den anderen passt. Und wenn es gefunden ist, freut man sich.

Das BRÅKIG-Regal von IKEA hatte ich schon gekauft lang bevor wir in diese Wohnung gezogen sind. Ich hatte schon fast vergessen, dass es im Büro originalverpackt auf seinen großen Auftritt wartete. Und tadaa, hier ist er, der große Auftritt meines lang gesuchten Puzzleteils!
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Samentütchen FREEBIE | Saatgut für 2015

Der Bilderbuch-Herbst macht es uns leicht noch mal Sonne zu tanken und dem T-Shirt Wetter in „das ist vielleicht der letzte schöne Herbsttag“ Manier zu huldigen. Plötzlich wird jeder Sonnenstrahl kostbar. Das mag ich am Herbst. Und während meine Hortensie, die Chrysanthemen, Begonien und Hornveilchen um die Wette blühen, zeigen die Kastanien und das rote Laub es deutlich an, dass das Gartenjahr sich dem Ende neigt. Bevor es also so weit ist die grünen Freunde in ihr Winterquartier zu bringen ist jetzt eine viel freudigere Aufgabe an der Reihe: Samen sammeln. Weiterlesen

Pötit liebt | Half Light Honey Studio

Bilder: http://www.halflighthoney.com/
  • Sie hat ein großes Herz für Sukkulenten, mindestens ebenso großes handwerkliches Talent und einen tollen Stil. Deshalb stelle ich euch heute Samantha Carter und ihr Label „Half Light Honey“ vor.

Bilder: http://www.halflighthoney.com/
  • Ihre Keramik ist niemals Selbstzweck, sondern soll immer auch einen Nutzen haben. Meistens ist es der, Pflanzen ein Zuhause zu geben. Da Samantha auch gerne zeichnet, verbindet sie das Zeichen mit dem Töpfern, indem sie handgezeichnete Linien in ihre Arbeit einfließen lässt. Sie ritzt Motive oder Muster in den bemalten, noch feuchten Ton, sodass die natürliche Farbe des Tons wieder zum Vorschein kommt. Am liebsten mag sie dabei den harten Kontrast zwischen schwarz und weiß. In den letzten Monaten sind aber auch ein paar Arbeiten in Farbe entstanden.

Bilder: http://www.halflighthoney.com/
Da sie das Formen mit bloßer Hand ausführt, entstehen Asymetrien, kleine Unperfektheiten und hier und da eine kleine Delle. Aber auch das ist Teil ihres einzigartigen Stils und trägt dazu bei, dass jedes Stück ein wahres Unikat ist. Organische Formen für organischen Inhalt.

Bilder: http://www.halflighthoney.com/
  • Samantha lebt als Mutter und Keramik-Künstlerin in North Carolina. Sie wohnt in einem winzigen Haus und arbeitet im eigenen Atelier und liebt es die schöne Landschaft zu fotografieren, zu Wasserfällen zu wandern und ihr Zuhause noch gemütlicher und nachhaltiger zu machen. Klingt ganz so, als hätte sie sich ihr eigenes kleines Paradies geschaffen…
Bilder: http://www.halflighthoney.com/

Schaut euch unbedingt auf ihren Seiten um – ich konnte mich beim besten Willen nicht entscheiden welche der tollen Arbeiten ich euch hier zeigen soll!

Half Light Honey Studio



All images are copyrighted to Samantha Carter
Thanks for letting me feature them here. 
Please do not re-blog without proper credit. 




Pötit Garten | Winter-Sprossen

Sprossen sind absolute Vitalstoff-Knüller. Und eine Extraportion an frischen Vitaminen und Mineralstoffen kann ich gerade gut gebrauchen. Ausserdem ist es kinderleicht, Sprossen zu ziehen und es macht jede Menge Freude, den kleinen Keimen beim Wachsen zuzusehen. Man macht sich dabei nichtmal die Finger dreckig und Geduld brauchts auch nicht – nach 3 bis 7 Tagen sind sie schon erntereif.

Auf die Idee kam ich, weil jede Menge Samentütchen noch halb voll waren. Darunter auch Ruccola und Radiesschen, die sich hervorragend eignen. Als drittes fiel meine Wahl auf Brokkoli, weil ich den auch „in groß“ so gerne mag.

Die Fakten

Nach kurzem Einlesen ins Thema wollte ich genauer Bescheid wissen und hab mir ein schlaues Buch bestellt. Was ich gelernt habe, hat mich überzeugt: Beim Keimprozess werden die wertvollen Stoffe, die im Samen gespeichert sind, um eine Pflanze daraus entstehen zu lassen, umgewandelt. Dadurch werden viele dieser Stoffe für uns leichter verdaulich oder überhaupt erst zu wertvollen Stoffen wie Vitaminen zusammengesetzt. Je nach Sprossenart vervielfacht sich der Vitamin C-Gehalt. Und während ungekeimte trockene Erbsen gar kein Vitamin C enthalten, liefern gekeimte Erbsensprossen mehr Vitamin C als frische Orangen. Außerdem entgelten 
Keimlinge reichlich Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen. Nicht schlecht, oder?

Und dann sind da natürlich noch Eigenschaften, die von Sorte zu Sorte unterschiedlich sind:

Brokkoli-Sprossen

  • Einweichdauer: 6-12 Stunden
  • Keimzeit: 3-8 Tage
  • Geschmack: erinnert an Kresse, ist aber milder
  • enthalten Schwefelverbindungen, die gegen Krebs vorbeugen sollen

Radieschen-Sprossen
  • Einweichdauer: 6-12 Stunden
  • Keimzeit: 5-12 Tage
  • Geschmack: etwas scharf
  • Radieschen-Samen im Sprossen-Mix verhindern das Wachstum von Bakterien und Keimen
Rucola-Sprossen
  • Einweichdauer: keine
  • Keimzeit: 3-6 Tage
  • Geschmack: lecker würzig
  • regen Verdauung und Stoffwechsel an
Sprossen sind also wahre Kraftpakete und verfügen über jede Menge Vitalstoffe, die in so hoher Konzentration in keiner ausgewachsenen Pflanze zu finden sind. Im Geschmack, Aussehen und ihrer postitiven Wirkung auf den Körper sind die Minipflänzchen sehr abwechslungsreich. Vom Klassiker Kresse, über den Sprossen-Star Alfalfa bis zum Trend-Getreide Quinoa – die Möglichkeiten sind vielfältig.

So geht’s

Überzeugt? Na dann mal los:
Ich habe mir für meine Sprossen-Zucht eine kleine Sprossenbox besorgt. Darin erledigt sich alles beinahe von selbst. Drei Etagen stehen zur Verfügung und können jeweils Sorten, die sich gerne leiden können, oder einzeln aufnehmen. Durch das Profil im Boden bleibt genügend Wasser stehen, damit die Samen keimen können. Also muss man nichts weiter tun, als 1-2mal am Tag oben frisches Wasser einzufüllen. Das tropft dann von Ebene zu Ebene und wird unten wieder aufgefangen. Die großen Samen wie zum Beispiel von Radieschen oder Getreide sollte man eine Nacht lang in Wasser legen als Vorbereitung. Alle 2 Tage empfiehlt es sich, etwas besser zu spülen – wir wollen ja keine Keime in den leckeren Sprossen. Die Box sollte dann an einem hellen Standort stehen – aber niemals direkt in der Sonne. Nach ein paar Tagen ist es dann so weit und die Sprossen kommen (gut gespült) aufs Brot, in den Salat oder gekocht ins Essen.

Stichwort Schimmel

Worauf man außerdem unbedingt achten sollte, ist hochwertiges Saatgut. Denn sind die Samen beschädigt, werden sie nicht keimen, stattdessen aber schimmeln – und das wiederum ist alles andere als gesund. Bei Verwendung von hochwertigen Keimsaaten und regelmäßigem Wässern entsteht selten Schimmel. Oft werden aber die pelzigen weißen Faserwurzeln der jungen Sprossen mit Schimmel verwechselt.

Worum es sich handelt erkennt die feine Nase: Während Schimmel modrig riecht, ist der Geruch von Sprossen – je nach Keimsaat – eher frisch. Also erst schnuppern, dann entscheiden und nicht die gesunden, frischen Sprossen wegwerfen!

Viele gute Infos zum Thema findet ihr auch hier.

Pötit bastelt | Sommer-Andenken

Erinnert ihr euch an Frederik, die kleine Maus, die im Herbst Farben sammelt um sie im Winter anschauen zu können? Ich mach heut den Frederik.

Für alle die ihn nicht kennen: Es handelt sich um tolles Kinderbuch. Heute musste ich daran denken, denn der Sommer geht vorüber und ich versuche ihn so gut ich kann festzuhalten. Genau darauf zu achten, wie sich Sonne auf der Haut anfühlt, wie die Luft riecht, wie rauschende Blätter klingen, wie satt das Grün ist… Also wenn das mal nicht die pure Achtsamkeit ist. Da braucht man keine Meditation, das steht schon im Kinderbuch.

Und als Andenken an den Sommer habe ich ein paar Blumen mit nach Hause genommen.Ich werde sie pressen, damit ich sie auch im Winter noch sehen kann und dabei dann hoffentlich wieder die Sonne spüre, den Wind rauschen höre…

Ich bin mir ganz sicher: Ich habe noch nicht genügen viele Farben und Sonnenstrahlen gesammelt bevor der Herbst wirklich kommen kann. Deshalb gehe ich noch eine Woche lang weg. Heute Abend fliege ich mit meiner Schwester in die Türkei um eine liebe Freundin zu besuchen und Sommer-Andenken mit voller Achtsamkeit zu sammeln. Ich bringe euch ein paar Farben mit… und den Live-Bericht gibt’s bei instagram.
Bis dahin lassts euch gut gehen.

Pötit Garten | Stecklinge

Sturmschaden

Verbrennen können meine Pflanzen an dem schattigen Platz, den ich ihnen zumute, selbst bei größter Hitze nicht. Immerhin ein Vorteil, den mein Nordbalkon hat. So waren die heißen Tage meist mit einem großen Schluck Wasser wieder gut zu machen.
Doch die heftigen Gewitter und ihre Sturmböen haben mehr als nur ein paar Blüten abgeräumt. Also mach ich das Beste daraus und probiere dieses Jahr zum ersten Mal aus abgenickten Trieben neue Pflanzen zu zeihen.

Kopfsteckling

Der August ist der perfekte Zeitpunkt um mehrjährige Balkonpflanzen wie Geranie, Fuchsie, Lavendel, Buchs, Hortensie, Strauchmargerite, Hibiskus oder Schönmalve zu vermehren. Bei konstanter Wärme (hm… wo ist die eigentlich?) und viel Licht ziehen sie schnell Wurzeln und entwickeln sich bis zum Saisonende zu kleinen Pflanzen, die gut auf der Fensterbank überwintert werden können.
Für meine Knollenbegonie ist es eigentlich schon viel zu spät, da die Pflanze schon langsam wieder beginnt Nährstoffe in die Knolle zu speichern. Das heisst, dass die Stecklinge jetzt schon eher schwach sind und auch nicht genügend Zeit bleibt eine neue Knolle zu entwickeln. Aber da ich nichts zu verlieren habe, werde ich es trotzdem probieren… Mein Lavendel und die Hotensie sind ebenfalls im Gartenexperiment vertreten, haben aber deutlich bessere Chancen auf Erfolg.

Wasser-Variante

  • Am besten wählt ihr (wenn ihr die Wahl habt und kein Sturm sie für euch trifft) nur Triebspitzen aus, die keine Knospen oder Blüten tragen. Der Schnitt sollte nahe unter einem Blattansatz erfolgen. Dort bildet die Pflanze an der Schnittfläche ein Wundgewebe, aus dem sich Wurzeln entwickeln können.
  • Dann werden Blätter entfernt – weniger hübsch, aber bessere Chancen, dass es klappt. Lasst nur zwei bis drei Blätter an der Spitze übrig.
  • Glas-Wahl: Der Steckling sollte darin aufrecht stehen, nicht umfallen und auch nicht komplett hineinfallen können. 
  • Füllt nur so viel Wasser ins Glas, dass der unterste Zentimeter des Stecklings im Wasser steht. Das Wasser solltet ihr täglich wechseln.
  • Stellt die Stecklinge dann geschützt vor Wind und direkter Sonneneinstrahlung ins Freie, bis sich ausreichend Wurzeln gebildet haben.
  • Die neue Pflanze wird in Aussaatsubstrat gepflanzt. 

Erd-Variante

„Jetzt ist sie vollends übergeschnappt“ dachte sich Herr Pötit, als ich am Wochenende mit meiner Papiertopf-Presse wieder Aussaattöpfchen geformt habe. Dieses Mal sollten aber gar keine Samen hinein, sondern ebenfalls Stecklinge. Eine Alternative zum Wurzeln im Wasser ziehen ist es nämlich, die Stecklinge direkt ins stets feuchte Substrat zu stecken. Auf diese Weise möchte ich Lavendel, Rosmarin und Thymian vermehren.

  • Meine Papiertopf-Presse ist ein 1A-Super-Tipp. Kostenlose Töpfchen, die die Umwelt schonen! Dazu wird ein Streifen Zeitungspapier um den Zylinder gerollt, unten umgeknickt und dann drehend in die Schale gepreßt – fertig!
  • Die fertigen Papiertöpfchen werden dann mit Erde befüllt. 
  • Die Stecklinge sollten zwei bis drei Knoten (Blattansatzstellen) tief ins Substrat rein. 
  • Sind es Stecklinge mit weichen Trieben, solltet ihr sicherheitshalber mit einem Pikierholz ein Loch vorbohren, damit Nichts knickt.
  • Die Erde muss unbedingt freucht gehalten werden. Dazu regelmäßig gießen und am besten unter eine Glashaube stellen.
  • Sind die Stecklinge geglückt, kann das komplette Töpfchen eingepflanzt werden – das Papier verrotet ganz fix. 



Schönheitskur

Übrigens mache ich das auch regelmäßig mit zu hoch gewachsenen Sukkulenten. Kopf ab, die Schnittstelle abtrocknen lassen, dann auf neue Erde legen und nur mäßig gießen. Schon bald bilden sich neue Wurzeln und die Sukkulente schaut wieder ordentlich aus. Tip Top.