Pötit Garten | Pikieren

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Osterfest und ein paar erholsame Tage. Ich habe für Vieles Zeit gefunden, das sonst zu kurz kommt und das ist dann immer ganz besonders toll. Heute stand mit großen Lettern ganz oben auf der Liste: GÄRTNERN.

Die im März auf der Fensterbank ausgesäten Pflanzen sind inzwischen so groß, dass sie zu eng nebeneinander stehen. Das entfacht einen harten Konkurrenzkampf um Wurzelraum, Nährstoffe und Licht.  Damit wieder alle zufrieden sind, wird nun für mehr Platz gesorgt. Diesen Vorgang nennt man “Vereinzeln” oder “Pikieren”.

Als Faustregel für den richtigen Zeitpunkt zum Pikieren kann man sich das Erscheinen des ersten “richtigen” Blattpaares merken, das sich über den Keimblättern bildet.

Mehr Platz für alle

Ihr braucht:

Pflanzgefäße, neue Erde, Schere, Pikierholz, Gießkanne

  1. Topfwahl. Zunächste sollte gut durchdacht werden, welche Pflanzen in welchen Topf kommen. Dabei spielt nicht nur eine Rolle wie viel Abstand die ausgewachsenen Pflanzen zueinander brauchen werden, sondern auch wie tief sie wurzeln, wo der ensprechende Topf noch Platz finden kann (Lichtverhältnisse) und welche Pflanzen sich einen Topf teilen können. 
  2. Erde. Die Gefäße werden dann mit leicht angedüngter Erde (nicht übertreiben) befüllt, leicht angedrückt und gleichmäßig gewässert. Die frisch eingesetzten Pflanzen könnten durch eine kleine Sturzflut von oben nämlich in Mitleidenschaft gezogen werden.
  3. Ausheben. Jetzt wird’s spannend: Die kleinen Pflanzen werden aus der Aussaatschale gehoben. Mit Hilfe eines Pikierholzes geht das einfacher als von Hand. Schlecht entwickelte Pflanzen können jetzt schon aussortiert werden.
  4. Wurzeln kürzen. Kommt mir jedes Mal ganz grausam vor, aber es hilft die Verzweigung des Wurzselsystems anzuregen. Dazu einfach mit einer kleinen Schere das untere Drittel der Wurzeln abknipsen.
  5. Einpflanzen. Die kleinen Pflanzen kommen jetzt in ihr neues Zuhause. Ein kleines Loch wird im gewünschten Abstand schon vorbereitet. Da kommt dann je ein Pfänzchen hinein. Möchte man Pflücksalat anbauen, können die Pflanzen relativ nah beieinander gesetzt werden. Sind ganze Köpfe gewünscht, benötigen sie einen Abstand von mindestens 20 cm. Es sollte bis knapp unterhalb der Keimblätter ins Loch passen. Die umgebende Erde wird sachte angedrückt. 
  6. Weiterwachsen. Damit jetzt das Wachstum fröhlich weiter geht, sind Luftfeutigkeit, Licht, Luft und Wärme (keine Hitze – zur Not beschatten) wichtig. 
  7. Abhärten. Kälteempfindliche Pflanzen sollten sobald die Außentemperatur die magische 20 knackt tagsüber nach draußen gestellt werden. Ab Mai können dann auch sie den Balkon erobern.

Alternativen

Beim Rucola hatte ich bereits erwähnt – hier wird nicht gegeizt, sondern einfach schon als Sprössling abgeschnitten und gegessen, was zu viel da ist.

Auch wer nur je einen Samen in eine Erdeinheit gesät hat, ist  fein raus und muss nur umpflanzen.  Aus Platzmangel auf meiner Süd-Fensterbank kam das für mich nicht in Frage.

Der restliche Pötit Garten

Auch meine Fuchsie, Clematis und Hortensie treiben schon wieder so richtig aus. Drum ist wichtig, sie jetzt noch mal auszuputzen, solange man gut an trockene Stellen ran kommt. Damit sich kräftige neue Triebe entwickeln können, werden alte Triebe mit Schere oder Messer stark eingekürzt und eingetrocknete Triebe entfernen.

Ich habe heute außerdem Spinat und Möhren angesät. Wurzel- und Blattgemüse sollte nämlich auch bei wenig Licht einigermaßen gut wachsen… Ich kann’s kaum erwarten!

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.