Pötit Garten | im Juni

Dieses Jahr ist im Garten nichts wie es sonst ist. Statt Erdbeeren zu ernten, freue ich mich, dass sie doch noch beschlossen haben zu blühen… verrückt. Im Juni sähe ich auch nicht mehr viel Neues an, nur noch Salat nach. Deshalb habe ich momentan nicht viel anderes zu tun, als mich über die Blüten zu freuen und sie zu hegen und zu pflegen:

  • Die Blüh-Pflanzen regelmäßig “ausputzen”, also verwelkte Blüten ausbrechen oder abschneiden.So bildet die Pflanze keine Samen aus, was viel Energie benötigt und der Pflanze oft viel Kraft raubt. Und natürlich auch beschädigte oder welke Laubblätter entfernen.
  • Etwa alle zwei Wochen düngen, am besten flüssig. Übrigens ist zu viel Dünger mindestens so schlecht wie zu wenig.
  • Schädlinge bekämpfen. Ein Kapitel für sich… Hier aber aus gegebenem Anlass ein kleiner Exkurs zum Thema Blattläuse:

Blattläuse bekämpfen

Blattläuse sind gemein, klein und grün. Sie haben es gerne warm und trocken. Sie schleichen sich gerne auf einer neuen Pflanze ein und verbreiten sich dann auf alle anderen. Dort fallen sie über am liebsten über die zarten Triebe, Knospen und Blätter her. Schon bald kräuseln sich die befallenen Blätter, Knospen und Triebe verkümmern und das Wachstum der ganzen Pflanze wird gehemmt. Wer meinen Pflanzen schadet, ist nicht mein Freund. Ich habe den Blattläusen den Kampf angesagt.

Vorallem bei Pflanzen, die später noch gegessen werden sollen, ist das aber nicht so einfach. Außerdem sollen beim Bekämpfen der Blattläuse keine nützlichen Tiere wie Bienen in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb hier die Kriegstaktik:

  • Stufe 1: Bei leichtem Befall bevorzugt bei einzelnen Topfpflanzen heißt es “Wasser marsch!”.  Einem harten Wasserstrahl halten die wenigsten Blattläuse stand.
  • Stufe 2: Ein altes Hausmittel bei mittlerem Befall ist Seifenlauge. Funktioniert super und geht mit einer Sprühflasche ganz einfach. Dabei sollte man nur darauf achten, dass möglichst wenig Seifenwasser in die Erde gelangt.
  • Die Stufe-2-Öko-Alternative heißt “Pflanzenbrühen aus Brennesseln”. Dazu ein Kilo Brennesseln mindestens 24 Stunden lang in 5 Liter Wasser einweichen und die entstandene Brühe unverdünnt spritzen.
  • Stufe 3: In richtig harten Fälken haben sich “Niem-Präparate” als wirkungsvoll erwiesen. Extrakte des Niembaums sind BIO und wirken gegen jede Menge unterschiedliche Schädlinge – ohne dabei Nützlinge zu gefährden.
  • Immer auch die Blattunterseiten besprühen, da dort die meisten Tiere im Schatten verborgen sitzen. Und damit das alles mehr Spaß macht, habe ich mir einen neuen Pflanzensprüher bestellt.
  • Außerdem unbedingt düngen. Gut gedüngte Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen den Befall mit Schädlinge.
  • Zu viel Dünger ist genau so schlecht. Der Stickstoff lässt”mastiges”, weiches Gewebe entstehen, das von Schädlingen besonders leicht befallen werden kann.

Der restliche Pötit Garten

2 Kommentare

  1. ich befinde mich derzeit im selben kriegsgebiet meine liebe, diese blattläuse sind aber auch lästig… schöne tipps hast du zusammengefasst! viele liebe grüße julia

  2. Blattläuse haben wir zum Glück nicht, aber es geht doch alles sehr langsam dieses Jahr. Unsere Tomaten machen erst seit letzter Woche und mit Hilfe von Dünger die ersten Sprünge. Aber es wird ganz sicher noch ordentlich losgehen. Erdbeeren haben wir leider keine angesetzt, dafür ist unser Garten leider etwas klein. LG

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