Kategorie: Garten

Garten, Balkon und Terrasse – rund um den grünen Daumen.

Pötit Garten | im April

Auch im April gibt es einiges zu tun im kleinen Gärtchen.

 Garten im April

Heute kamen die Samen von Spinat und Karotten in die Erde. Je nach Gegebenheiten, Ehrgeiz und Hunger sind im April aber auch diese Ansaaten möglich:

Aussaat im Freien

Radieschen, Rettiche, Mangold, Erbsen, Zuckererbsen, Frühlingszwiebeln, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Pflücksalate, alle Kohlarten, Schnittlauch, Dill, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano

Ansäen im Topf auf dem Fensterbrett

Tomaten (ja, geht immernoch), Zucchini, Gurke, Kürbis, Basilikum und Petersilie

Setzlinge

Aber kein Stress… Es gibt ja fast alle Pflanzen auch als Setzlinge zu kaufen und das spart jede Menge Zeit. Diese Woche habe ich kleine Erdbeer-Pflanzen gekauft und in Töpfe gepflanzt.
Manchmal hat man auch das Glück, dass eifrige Gärtner zur Sicherheit viel zu viele Samen gesät haben und am Ende nicht wissen nicht wohin mit ihren Sämlingen… zum Wegwerfen ja viel zu Schade! Also geben sie sie zum Tausch frei oder sind einfach froh, wenn sich jemand um sie kümmert. So wird das bei mir dieses Jahr z.B. mit den Tomaten laufen: gar nichts getan und schon 10 cm große Pflänzchen… Yeah. Danke Mama 🙂

Extra-Tipp: Saatplatten

Saatplatten haben den Vorteil, dass die Samen schon den richtigen Abstand zueinander haben. Saatplatten kann man fertig kaufen oder einfach auch selbst herstellen:
Nimm 2 Steifen Küchenpapier und schneide sie auf die Größe der Schale zu, in die der Samen später gesät werden soll. Befeuchte das Papier leicht und lege Samen im auf der Packung angegebenen Abstand darauf. Ein zweites Küchenpapier wird oben darauf gelegt und fest angedrückt. Jetzt einfach alles auf Erde legen, andrücken, leicht mit Erde bedecken und vorsichtig gießen. Das Papier verrottet nach und nach, während die Pflanze zu wachsen beginnt. Keine Löcher buddeln, kein Pikieren,… so einfach geht gärtnern.

Pötit Garten | Pikieren

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Osterfest und ein paar erholsame Tage. Ich habe für Vieles Zeit gefunden, das sonst zu kurz kommt und das ist dann immer ganz besonders toll. Heute stand mit großen Lettern ganz oben auf der Liste: GÄRTNERN.

Die im März auf der Fensterbank ausgesäten Pflanzen sind inzwischen so groß, dass sie zu eng nebeneinander stehen. Das entfacht einen harten Konkurrenzkampf um Wurzelraum, Nährstoffe und Licht.  Damit wieder alle zufrieden sind, wird nun für mehr Platz gesorgt. Diesen Vorgang nennt man “Vereinzeln” oder “Pikieren”.

Als Faustregel für den richtigen Zeitpunkt zum Pikieren kann man sich das Erscheinen des ersten “richtigen” Blattpaares merken, das sich über den Keimblättern bildet.

Mehr Platz für alle

Ihr braucht:

Pflanzgefäße, neue Erde, Schere, Pikierholz, Gießkanne

  1. Topfwahl. Zunächste sollte gut durchdacht werden, welche Pflanzen in welchen Topf kommen. Dabei spielt nicht nur eine Rolle wie viel Abstand die ausgewachsenen Pflanzen zueinander brauchen werden, sondern auch wie tief sie wurzeln, wo der ensprechende Topf noch Platz finden kann (Lichtverhältnisse) und welche Pflanzen sich einen Topf teilen können. 
  2. Erde. Die Gefäße werden dann mit leicht angedüngter Erde (nicht übertreiben) befüllt, leicht angedrückt und gleichmäßig gewässert. Die frisch eingesetzten Pflanzen könnten durch eine kleine Sturzflut von oben nämlich in Mitleidenschaft gezogen werden.
  3. Ausheben. Jetzt wird’s spannend: Die kleinen Pflanzen werden aus der Aussaatschale gehoben. Mit Hilfe eines Pikierholzes geht das einfacher als von Hand. Schlecht entwickelte Pflanzen können jetzt schon aussortiert werden.
  4. Wurzeln kürzen. Kommt mir jedes Mal ganz grausam vor, aber es hilft die Verzweigung des Wurzselsystems anzuregen. Dazu einfach mit einer kleinen Schere das untere Drittel der Wurzeln abknipsen.
  5. Einpflanzen. Die kleinen Pflanzen kommen jetzt in ihr neues Zuhause. Ein kleines Loch wird im gewünschten Abstand schon vorbereitet. Da kommt dann je ein Pfänzchen hinein. Möchte man Pflücksalat anbauen, können die Pflanzen relativ nah beieinander gesetzt werden. Sind ganze Köpfe gewünscht, benötigen sie einen Abstand von mindestens 20 cm. Es sollte bis knapp unterhalb der Keimblätter ins Loch passen. Die umgebende Erde wird sachte angedrückt. 
  6. Weiterwachsen. Damit jetzt das Wachstum fröhlich weiter geht, sind Luftfeutigkeit, Licht, Luft und Wärme (keine Hitze – zur Not beschatten) wichtig. 
  7. Abhärten. Kälteempfindliche Pflanzen sollten sobald die Außentemperatur die magische 20 knackt tagsüber nach draußen gestellt werden. Ab Mai können dann auch sie den Balkon erobern.

Alternativen

Beim Rucola hatte ich bereits erwähnt – hier wird nicht gegeizt, sondern einfach schon als Sprössling abgeschnitten und gegessen, was zu viel da ist.

Auch wer nur je einen Samen in eine Erdeinheit gesät hat, ist  fein raus und muss nur umpflanzen.  Aus Platzmangel auf meiner Süd-Fensterbank kam das für mich nicht in Frage.

Der restliche Pötit Garten

Auch meine Fuchsie, Clematis und Hortensie treiben schon wieder so richtig aus. Drum ist wichtig, sie jetzt noch mal auszuputzen, solange man gut an trockene Stellen ran kommt. Damit sich kräftige neue Triebe entwickeln können, werden alte Triebe mit Schere oder Messer stark eingekürzt und eingetrocknete Triebe entfernen.

Ich habe heute außerdem Spinat und Möhren angesät. Wurzel- und Blattgemüse sollte nämlich auch bei wenig Licht einigermaßen gut wachsen… Ich kann’s kaum erwarten!

Pötit Garten | Es tut sich was

Radieschen, Rucola und Pflücksalat sind nun schon etwa 3 cm groß, juhu! Einfach fantastisch zu sehen wie aus einem Samen eine kleine Pflanze wird.

Radieschen

Die Radieschen hatte ich bereits in ausreichendem Abstand in die Erde gedrückt. Sie brauchen jetzt weiterhin ausreichend Wasser und noch viel wichtiger: Licht! Die Start-Energie, die im Samen enthalten war, ist nun bald aufgebraucht und Dünger würde den zarten Pflanzen noch schaden. Also gibt’s nur einen Weg zum leckeren Radieschen: fleißig Sonnenlicht in Energie umwandeln und wachsen.

Radieschensprossen “Isabell”

Rucola

Beim Rucola hingegen hatte ich keine Ahnung wie viele Samen wohl keimen würden und war sehr größzügig. Hier gab es eine kleine Explosion. Würde ich alle Pfanzen großziehen, könnte ich vermutlich wochenlang nur noch Rucola essen. Also habe ich beschlossen, dass ich demnächst Rucolasprossen ernte und nur einzelne stehen lasse. Denn wenn sie so groß werden soll wie man es für einen schönen Rucolasalat gerne hätte, ist ein Abstand von 15 cm innerhalb der Reihe perfekt. Ein bisschen rabiat, diese Variante des pikierens. Aber diese Keimlinge schmecken schon super und sind echte Vitaminbomben.

Rucolasprossen

Pflücksalat

Beim Pflücksalat hatte ich ja bereits in einzelne Schälchen gesät. Hier und da haben es aber tatsächlich 2 von 2 geschafft. Das ist zu eng und ich werd probieren vorsichtig zu pikieren. Erst einmal werden diese hübschen Sämlinge einfach noch ein bisschen weiterwachsen. Übrigens ist “Pflücksalat” natürlich keine Sorte. Man kann es hier auch noch nicht so recht erahnen, aber wenn die groß werden, sind sie mal echte Eichblatt-Salate.

Pflücksalat “Eichblatt “

Der restliche “Garten”

Die Petersilie lässt weiter auf sich warten – aber kein Grund zur Sorge, denn die Keimzeit kann bis zu 8 Wochen betragen. Schneller geht’s wenn man die Samen zuerst in Wasser legt und erst dann in die Erde.

Tja, und auch bei den Begonien ist Geduld gefragt. Bisher traut sich erst 1 von 4 langsam aus ihrer Knolle heraus.  

Pötit Garten | Startschuss

Es ist März und das heißt: Es geht los!

Mein kleiner Garten ist eigentlich ein Balkon. Er ist nicht riesig und obendrein ein Nord-Balkon, was die Gärtnerei nicht unbedingt einfacher macht. Aber trotzdem ist er einer meiner allerliebsten Plätze sobald die Temperaturen nach oben steigen.

Kurzer Rückblick

Letztes Jahr habe ich mich damit beschäftigt welche Blumen sich auf einem Nord-Balkon wohlfühlen. Mit Begonien, Fuchsien, einer Clematis und einer Bauernhortensie war ich dann auch sehr glücklich. 
Dahlien mögen eigentlich einen sonnigeren Standort, aber auch sie haben fleißig geblüht. Gleiches gilt für meine Kräuter. Sie hatten keine Wahl und mussten mit dem nicht allzu perfekten Standort vorlieb nehmen. Netter Weise haben sie es den Dahlien nachgemacht und beschlossen das Beste daraus zu machen.

Als dann der Winter Einzug hielt, kam das nächste Problemchen: Die liebgewonnenen grünen Freunde brauchten ein Winterquartier. Leider ist das Treppenhaus tabu und die Wohnung zu warm. Also mussten Alternativen her. 
Die Begonien standen trocken im kühlen, dunklen Keller und haben dort ihren Winterschlaf gehalten. Alle anderen wurden mit Polsterfolie, Kartoffelsäcken und Tannenzweigen dick eingepackt und an einem geschützten Ort auf dem Balkon dicht aneinandergekuschelt. Vielleicht waren es der häufige Besuch und tröstende Zuspruch dank denen sie allesamt nun schon die ersten grünen Blätter vorsichtig in die kühle Luft strecken. Vermutlich werde ich sie in den nächsten Tagen noch einmal mit Gartenvlies vor dem plötzlichen Temperaturfall schützen. 

Mein eigenes Gemüse

Weil also das Kapitel Blumen in diesem Jahr schneller funktionieren wird, bin ich unglaublich motiviert in diesem Jahr auch einige Nutzpflanzen anzubauen und die Kräuter selbst aus Samen zu ziehen.

Ansaat – die erste Runde

AUF DEM FENSTERBRETT
Drinnen im Warmen werden die empfindlicheren Pflanzen schon vorbereitet, damit sie nicht erst im Spätsommer richtig loslegen zu wachsen.

  • Begonien-Knollen in neuer Erde
  • Pflücksalat (Eichblatt) im Eierkarton, der später einfach mit in den Kasten gepflanzt wird
  • Petersilie, Basilikum und Dill keimen unter Glasglocken vor sich hin

AUF DEM BALKON
Mit Gartenvlies geschützt, an einem windgeschützten Plätzchen nah an der Hauswand steht ein Kasten mit

  • Rucola – in einer Reihe ausgesät, 0,5cm tief, muss noch vereinzelt werden
  • Radieschen (ganzjährige Sorte) – einzelne Samen 1 cm in die Erde gedrückt

 

    Und jetzt muss ich wohl erst einmal geduldig sein und gießen… Sobald sich etwas tut oder die nächste Saat-Runde startet, werd ich darüber berichten.






    Pötit liebt | Flower me happy

    Blumentöpfe sind oft entweder hässlich, schlicht oder langweilig. Manchmal sind sie aber auch lustig. Die Gute-Laune-Version heißt “Flower me happy Pots” und kommt vom dänischen Design-Duo Meyer-Lavigne. Neben Zimmerpflanzen geben sicher auch Blumensträuße eine tolle Haarpracht ab, die sogar frisiert werden kann… Egal wie, sie sind ein Hingucker mit Lächel-Faktor und netten Namen. Mein persönlicher Favorit der Kollektion heißt “Frede” und ist im ersten Bild links zu sehen.
    Darf ich vorstellen? 

    Frede und Mr. Clown

    Pötit Garten | Balkon Gärnterei

    Wer Lust hat dieses Jahr die eigene Balkon-Gärtner-Karriere zu starten, sich über Blümchen hinaus vielleicht sogar ans Gemüse wagen will, dabei aber leider nicht mehr so genau weiß wie Mama das früher gemacht hat, der sollte das brandneue Buch “Selbst angebaut” von Marian Flint unbedingt kennenlernen.  

    “Supereinfach Gemüse anbauen und superlecker kochen” verspricht der Titel und weil das so supergut klingt und superschön gemacht ist (von innen meiner Meinung nach mehr als von außen), ist es mein kleiner Glücklichmacher des Tages. 

    “Selbst angebaut” von Marian Flint

    Fotos: Pötit Blog